Kunst und Kirche

Die Erlöserkirche Mainburg ist besonders geprägt durch Werke unterschiedlicher Künstler, die sich für ihre Kirchengemeinde in Mainburg eingesetzt haben.

Chorraum

Seit 2008 prägt das Werk "Spurenkreuz" des Künstlers Joachim Tschacher den Kirchenraum der Erlöserkirche. In einer gemeinsamen Aktion am Beginn der Passionszeit 2008 hinterließen die Gemeindeglieder ihre Fußabdrücke in Tonplatten, die dann in der Puttenhausener Ziegelfabrik gebrannt wurden. Am Karfreitag 2009 wurde das Kunstwerk der Gemeinde im Gottesdienst übergeben. Goldene Spuren symbolisieren den Weg der Gemeinde zum Kreuz - viele sind auf diesem "Kreuzweg" gemeinsam unterwegs.

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Während der Osterzeitverändert sich die Gestaltung über dem Altar. Das von der Künstlerin Helene Tschacher gefertigte Bild besteht aus einzelnen, handgeschöpften Blättern Papier, die anschließend zusammengefügt wurden. Dargestellt ist die Auferstehungssonne, die in Form von Blattgold auf das Papier aufgebracht wurde und in besonderer Weise erstrahlt.

Inneraum der Erlöserkirche
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An den großen Festsonntagen und in den darauffolgenden Wochen stehen alle sechs Kerzenleuchter des Künstlers Helmut Münch auf dem Altar. In den ungeprägten Zeiten des Kirchenjahrs (z.B. Trinitatiszeit) wird die Anzahl auf vier Kerzenleuchter reduziert, in den Bußzeiten (Advent und Passionszeit) sogar auf zwei.

Zwischen den Kerzenleuchtern befindet sich ein Altarkreuz, das ebenfalls von Helmut Münch aus Buchstaben gestaltet wurde: "Ich bin das Leben" (horizontal), "Ich bin das Licht der Welt" (vertikal).

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Für die Weihnachtszeit hatte Helmut Münch eine Weihnachtskrippe in Scherenschnitttechnik mit Transparenten gestaltet.

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Buntglasfenster

Die bunten Glasfenster stammen wie das Altarkreuz und das Lesepult aus dem Atelier von Helmut Münch. Sie wurden 1987 eingeweiht und zeigen verschiedene biblische Szenen zum Thema „Erlösung". Die sechs Fenster auf der einen Seite zeigen die Darstellung der Befreiung des Volkes Israel aus ägyptischer Knechtschaft und die Errettung Hiobs. Neben diesen Bildern aus dem Alten Testament stehen aus dem Neuen Testament die Auferweckung des Lazarus und die Vision des himmlischen Jerusalem. Diese Bilder führen zum Zentrum des Erlösungsgeschehens, Kreuzigung und Auferstehung Jesu hin. Die drei Fenster auf der gegenüberliegenden Seite zeigen die Sakramente Taufe und Abendmahl.

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Auf der Empore ist das Pfingstmotiv zu sehen. Ausgeführt wurden die Entwürfe von der Kunstanstalt Schwarzmayer aus Regensburg.
 
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Weltkugel

Vorne neben dem Altar befindet sich eine Arbeit von Joachim Tschacher. Die Weltkugel ist aus Metallstäben und Blech gefertigt und ruht symbolisch auf einer Hand. Die Weltkugel lässt sich trotz ihrer Größe drehen. Außerdem sind Kerzenhalter angebracht. Zu einzelnen Fürbitten können die Kerzen der entsprechenden Länder entzündet werden. Und zu bestimmten Anlässen, z.B. in der Osternacht, erstrahlt die Weltkugel in vollem Glanz.

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